Ausstellung

current and coming exhibitions

Schnittstellen

Holzschnitte in japanischer Technik von mir und Linoldrucke von Holle Vollbrecht
10. bis 12. Juli 2020
Gewölbekeller im Bürgermeisterhaus
Junkernstr. 7
Gronau (Leine)

Liebe Kunstfreundinnen und Kunstfreunde,
nach längerer Unsicherheit angesichts der Corona-Pandemie ist nun endlich klar:
Die Ausstellung “Schnittstellen” kann stattfinden.
Zu den Öffnungszeiten sind wir vor Ort anzutreffen.
Freitag, 10.7.20, 18.00-20.00
Samstag 11.7.20, 14.00-18.00
Sonntag 12.7.20, 14.00-18.00

Eine Vernissage oder Eröffnungsveranstaltung kann es Gründen des Infektionsschutzes nicht geben. Statt einer Einführungsrede zu lauschen, kann jederzeit ein Video gesehen werden, in dem sich Holle Vollbrecht und Abel Dewitz über ihre Kunst unterhalten.

Das notwendige Hygienekonzept bedeutet:
– gleichzeitig kann nur eine  Personen pro 10 m² in den Ausstellungsräumen sein.
– wir bitten um das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung zumindest in den
Ausstellungsräumen.
Natürlich bitten wir, an die allgemeine Abstandsregelung zu denken.

Einige Ausstellungsimpressionen:

Ausstellung Gronau (links Abel Dewitz, rechts Holle Vollbrecht)

Ausstellung Gronau Felsenküste (links Holle Vollbrecht, rechts Abel Dewitz)

Ausstellung Gronau Serie Blattwerk (Abel Dewitz)

Ausstellung Gronau (Serie Herbstbilder, Abel Dewitz)

Moments

Stempeldruck 2015 o.T.
41×25 cm

Stempeldrucke aus den Jahre 2013 bis 2018
in der Eisenhütte Augustfehn.

Vernissage: Sonntag, 28.4.2019, 16.00 Uhr
Di bis So ab 9.00 Uhr geöffnet
Die Ausstellung läuft bis zum 12.6.2019

Einige Eindrücke von der Ausstellung:

Moments
Stempeldrucke von Abel Dewitz
Eisenhütte Augustfehn

Es ist eine gespannte Ruhe, die über den Grafiken von Abel Dewitz liegt. Kalligrafische Linienbündel, geometrische Muster und Strukturen, die mit kompakten Formen kontrastieren, Er interessiert sich für Dinge, die uns über die räumlichen Dimensionen von Strukturen und ihren Zwischenräumen nachdenken lassen. Leerstellen werden zum Motiv, Pinselstriche zur Lücke. Jedes Bild erscheint als miteinander kommunizierendes Muster aus einer Vielzahl von Formen, die mal versetzt, mal tanzend, mal als rhythmisches nebeneinander erscheinen.

In der Schwarz-Weiß-Serie „African Market“ verbinden sich freie und bewegte Formen in einem rhythmischen Prozess, Konstellationen aus Spannung und Harmonie sind zum schwebenden Klängen umgesetzt. Das Auge des Betrachters versucht auch hier aus den einzelnen fragmentierten Formen ein Ganzes zusammen zu setzen.

Trotz der vielseitig verwendeten Stempeltechnik haben die Arbeiten von Abel Dewitz nicht den Charakter des Seriellen, ja man kann sagen, dass er sich eher dagegen sträubt und eine lebendige, feinsinnige, poetische Experimentalität präferiert. Die Prozesse des Werdens mit meditativer Stille, Prozessualität und Zeitlichkeit, werden dabei nicht als Antipoden eingesetzt, sondern sie bedingen einander. So entstehen unter der Prämisse von Reduktion, Einfachheit und Wiederholung eine Reihe von Tableaus, die nach Ordnung und Systematisierung verlangen. In der Serie „pavement“ wird der Betrachter zum Flaneur eines bewegten Pflasters, das mit feinen Strichen und zierliche Formen wie der Abdruck eines gelebten Lebens ganz eigene Geschichten erzählt. „Pavement“ aber zeigt auch die scheinbar schwerelosen abstrakten Formen, die wie Anmutungen von Fassaden-Sgraffiti der 50er und 60er Jahre wirken. Reichtum und Vielfalt der Formen werden durch Mittel der geometrischen Abstraktion zu größeren Flächenplänen reduziert.

Dr. Ute Maasberg
2019